Projektübersicht

Im Oerlinghauser Stadtteil "Südstadt" wollen wir einen interkulturellen Gemeinschaftsgarten entstehen lassen.
Die Gartenfläche grenzt an ein Landschaftsschutzgebiet und Waldränder (Naturschutz Großprojekt). Dadurch entsteht der Bedarf, die Gartenfläche einzuzäunen, um sie vor Wild zu schützen. Die Umzäunung soll eine Mischung aus Zäunen und Bepflanzung sein, die Insekten Nahrung und Vögeln Unterschlupf bietet.

Kategorie: Soziales Engagement
Stichworte: Südstadtgärten, Oerlinghausen, Wasser, Zaun
Finanzierungs­zeitraum: 06.05.2020 12:33 Uhr - 30.06.2020 23:59 Uhr
Realisierungs­zeitraum: 3. - 4. Quartal 2020

Worum geht es in diesem Projekt?

Gartenarbeit verbindet - Jung und Alt, über viele kulturelle Grenzen hinweg. Viele Bewohner*innen der Südstadt haben einen Migrationshintergrund. Viele von ihnen hatten in ihren Herkunftsländern einen eigenen Garten, in dem sie Obst und Gemüse angebaut haben und sich damit ein Stück weit selbst versorgen konnten. In der Südstadt leben die meisten Menschen in Mietwohnungen mehrgeschossiger Mietobjekte, die oftmals nicht einmal über einen Balkon verfügen.
Gerade in Corona-Zeiten (und nicht nur dann) ist das gemeinsame Tun im Familienverbund oder zu zweit wichtig, um dem Tag eine Struktur zu geben und sozialer Isolation entgegen zu wirken. Gartenarbeit an der frischen Luft ist eine sinnvolle Tätigkeit, die bei jedem Wetter ausgeführt werden kann und das Immunsystem gestärkt. Mithin: Gartenarbeit stärkt Körper, Geist und Seele.

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Mit den Südstadtgärten wollen wir, Bewohnerinnen und Bewohner Oerlinghausens, das interkulturelle Miteinander und Brückenbauen zwischen Menschen, die in diesem Stadtteil wohnen, fördern. Das Verbindende ist das Gärtnern. Gärtnern auf einer eigenen Parzelle bedeutet für viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte Anknüpfung an die Erfahrungen aus ihrer Heimat und Verwurzelung in ihrem jetzigen Stadtteil. Zudem trägt das Gärtnern dazu bei, die Lebensqualität für die Menschen zu erhöhen, die vielleicht erwerbslos sind und denen im Alltag eine Aufgabe fehlt. Über den Gemeinschaftsgarten wird die gemeinschaftliche Selbstorganisation zur Sicherung elementarer Bedürfnisse gestärkt.

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie dem Verein, sich für die Belange der Südstadt Oerlinghausen und hier insbesondere für das interkulturelle Miteinander einzusetzen.
Durch die Lage der Fläche an einem Landschaftsschutzgebiet ist ökologisches Gärtnern geboten. Die Gärtner*innen werden für die Themen Naturschutz und Nahrungsmittelanbau mit gesunden, unbehandelten und lokalen Lebensmitteln sensibilisiert. Ebenso kommt dem Thema Bodenqualität und Kompostierung eine wichtige Bedeutung zu, sodass biologische Kreislaufwirtschaft gemeinsam umgesetzt wird. Die Auswirkung des Klimawandels auf die eigene Ernährungssicherheit wird so praktisch erlebbar. Über das nachbarschaftliche gemeinsame Gärtnern in den Südstadtgärten entsteht so etwas wie selbstorganisierte „Umweltbildung“ zu Klimaschutzmaßnahmen durch ökologisches Gärtnern u.a. nachhaltige Aktivitäten, Selbstversorgung und Ernährung.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Erste Priorität hat die Umzäunung. Dann kann direkt mit der Einteilung der Parzellen und somit mit der Gärtnerei begonnen werden. Sollte mehr Geld eingehen als für die Umzäunung benötigt, sind folgende andere Verwendungen vorgesehen:
• Kompostkisten
• Materialien für Hochbeete
• Wasseranschluss oder Brunnen - beide Optionen werden aktuell geprüft
• Gartengeräte
• Saatgut und Pflanzen
• Pavillon und Gartenmöbel für die Gemeinschaftsfläche
Wir nehmen auch gerne Sachspenden entgegen! Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie Materialen aus der oben genannten Liste spenden möchten.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt stehen neben den Mitgliedern des Vereins Südstadtgärten Oerlinghausen e.V. viele Oerlinghauser und Oerlinghauserinnen, die das Projekt ehrenamtlich und/oder finanziell unterstützen. Darüber hinaus haben wir durch tolle Pressartikel und viel Mund-zu-Mund-"Propaganda" auch über die Grenzen von Oerlinghausen hinaus viele Menschen erreicht, die uns ihre Unterstützung zugesichert haben. Ob Beratung und Knowhow beim ökologischen Gärtnern, Vermittlung von Bienenstöcken, Dolmetschertätigkeiten, Kooperation zur Umsetzung biologischer Kreislaufwirtschaft...wir sind überwältigt von so viel Zuspruch, freuen uns sehr darüber und werden das gern in Anspruch nehmen.